22. März 2017

Fez und eine lange Busfahrt

Heute steht mehr oder wenige den ganzen Tag Busfahren an.  Wir fahren von Fez nach Erfoud.  Klingt immer wie Erfurt.  Unsere längste Busfahrt der Reise und kommen dann am Rande der Wüste an.  Aber zuerst noch ein paar Worte zu Fez. 

Fez ist ebenso eine der wichtigsten und bedeutendsten Städte Marokko,  frühere Hauptstadt und auch eine der vier königsstädte  (mit einem nicht zu besichtigem Palast).  Fez hat die älteste und größte Medina/Altstadt Nordafrikas und auch die älteste Universität Marokkos aus dem 9.JH.

Haben gestern eine lange interessante stadtführung gemacht.  Der Preis für das sehen/gehen durch Gassen,  durch die wir nie gegangen wären,  war dass wir doch durch die eine oder andere verkaufsveranstaltung geschleusst wurden.  :-)
Die Medina hat ein Wirrwarr von gut über 8000 Gässchen,  einige weniger als 1m breit.
Es leben dort gut 200.000 Menschen.  Und neben den Dingen die Touristen gern kaufen,  gibt es dort in den Souks alles was die leute zum leben brauchen.  Alle Lebensmittel,  Schneider und textilien,  Technikzubehör,  scherenschleifer,  keramik,  etc. Textilfärbereien,  webereien,  Möbel insbesondere Hochzeitsausstatter,  Haushaltswaren und mehr.

Besonders beeindruckend weil mittelalterlich war eine große Gerberei.  (Fotos gestern das mit den runden Behältern)  dort hat es unerträglich gestunken,  wir wurden mit Minze ausgestattet,  die wir vor die Nase hielten...  Und es war gestern nicht sehr heiss,  wir wollten uns nicht vorstellen wie es im Hochsommer riecht. Das Fell wird dort 2 Wochen in eine Ammoniaklösung getaucht,  angeblich nur aus Taubenkacke,  getrocknet und dann in Farbbecken gefärbt.  Mit Henna,   Safran etc.  Kann mit den dämpfen nicht gesund sein,  da zu arbeiten. Und ständig in irgendeine dieser Brühen zu greifen. Zugegebenermaßen war das Leder der Jacken traumhaft weich. Und die Preise gut.

Dann waren wir noch in einem keramikwerk,  die dort auch manuell mosaike für Tische und Brunnen machten,  klar der Laden für Tücher und Decken und zum Abschluss noch die Teppiche :-)  aber jeder laden hat seine Käufer gefunden. 

Die Landschaft unterscheidet sich jetzt gravierend von der vor Fez.  Dort war alles sehr grün, viel Landwirtschaft,  üppig.  Heute begleiten uns karge,  steinige ockerfarbige Landschaften.  Dafür sind vorhin richtig hohe schneebedeckte Berge des hohen Atlas im Hintergrund gewesen. 
Heute rebelliert mein Magen etwas.  Ich weiß nicht ob es an der Busfahrt oder an anderem liegt. 
 
Nach gut 11h mit vielen Pausen sind wir gleich da.  Seit einer Weile fahren wir neben einem sehr breiten Flussbett das einer langgezogenen Oase gleicht. Teilweise tief in einem Canon,  sehr beeindruckend. 

Der nächste Ort Erfoud ist nur ein kurzer unbedeutender stop, um morgen in die Wüste zu fahren. 
Das wird sicherlich auch spannend.  Kamelreiten.
Magen so lala jetzt am Abend.

21. März 2017

Fez Medina

Fez

20. März 2017

Meknes

Ein weiterer Tag ist vorbei.  Heute war es eher anstrengend mit 3 Stationen.  Erst die riesige antike Stätte Volubilis,  wo die Römer viele Steine liegen gelassen haben.  Dann noch eine kleine Stadt,  Moulay Idriss,  eine Pilgerstätte für Muslime mit einem Mausoleum.  Durften wir aber nicht rein.  Der Ort lag jedoch sehr idyllisch auf einem Hügel.  Und anschließend sind wir nach Meknes,  auch eine der 4 Königsstädte mit Palast und so, aber auch dieser nicht zugänglich.  Leider hat sich die Zeit recht verzögert,  dass wir nicht viel von Meknes gesehen haben.  Der Fahrer hatte sich mal wieder verfahren und diese Zeiten fehlen am Ende.

Jetzt geht es zurück nach Fes oder Fez.  Dort schauen wir uns morgen den Ort ausführlich an.  Die Medina soll eine der verwinkelsten und verwirrendsten sein. 

Was ich bisher sehr gewöhnungsbedürftig finde, ist das Frühstück.  Fast ausschließlich Süsskram,  Gebäck,  Kuchen, Marmelade bis auf paar Oliven und manchmal eine Wurst mit eigenartiger Konsistenz und ebensolchem Geschmack.  Der Süsskram ist auch überall an Strassenständen zu finden.
Wenig Strassenstände mit herzhaftem.

Das Essen sonst ist soweit gut.  Wir essen oft Tajines mit verschiedenen Zutaten,  Couscous mit Zeugs drauf,  etc vermuten aber dass die Speisekarten,  die überall gleich aussehen inhaltlich,  sich recht bald in erschöpfen.  Müssen da mal mehr suchen. 

19. März 2017

Chefchouen


So nun sind schon wieder 3 Tage vorbei.  Der Bus hat irgendwie wieder funktioniert.  Was auch immer er gemacht hat,  er hing jedenfalls am nächsten Tag hinten 10cm höher als am Tag vorher und er fährt jetzt vorsichtig über Erhebungen.

Wir waren jetzt in Chefchouen im Norden Marokkos im Rif Gebirge.  Ein schönes Städtchen in den Bergen. In der Madina sind so ziemlich alle Häuser blau,  was sehr hübsch ist,  manchmal auch sehr kitschig.  Die Stadt scheint das  Rothenburg ob der Tauber von Marokko zu sein.  Überschwemmt von Touristen, davon Horden Asiaten und 90% Souvenirläden.    Aber irgendwie dennoch hübsch,  nette Atmosphäre.  Was mir hier besonders gefallen hat,  was dass fast alle spanisch sprechen und nicht wie sonst arabisch und französisch,  wo ich ein wenig aufgeschmissen bin sprachlich. 

Der gestrige Tag an sich stand zur freien Verfügung.  Heiner,  der Reiseleiter,  hat vormittags noch eine Wanderung zu einem Hügel mit Moschee angeboten,  der Rest war individuell alleine oder mit anderen durch den Ort schlendern.  Der eine oder andere (ich :-)) sind auch dem einen oder anderen Angebot der Läden erlegen. Und so habe ich eine seeeehr hübsche Decke gekauft.  Und ein paar Sandalen :-)  Angenehm war hier, dass man bei den Läden nicht bedrängt wurde sondern in Ruhe schauen und auch stressfrei weggehen konnte. 

Ich musste gestern noch auf andere unfreiwillige shoppingtour gehen...vorgestern der grosse Schock: Ich stellte fest,  dass ich das falsche Ladegerät für meine Kamera eingepackt habe.  :-(  konnte nur ein eigenartiges universal Ladegerät ergattern,  welches aber bisher keinen Erfolg gebracht hat.  Im Gegenteil.  Der Reststrom des Akkus,  der evtl doch noch n knappen Tag gehalten hätte,  war dann auch noch weg.  Komplett entladen.  Ich könnt heulen.  Naja Tränchen verdrückt,  nun isses so.  Muss halt die handycamera ran. 

Mittlerweile sind wir auf dem Weg nach Fes.  Eine der 4 Königsstädte auf unserer Reise. 

Haben gerade noch auf einem richtig klassischen Sonntagsmarkt auf einem Dorf gehalten.  Es gab alles.  Gemüse, Tiere lebend wie grad frisch dahin und in alles vom Kopf bis fuss auseinander genommen, Haushaltswaren,  Oliven,  BHs,  Schuhe,  elektro second hand,  alles eben.  Die Frauen tragen hier im Rifgebirge eine ganz spezielle Tracht mit auffälligen verzierten Strohhüten und einer rot weiss gestreiften Decke als Rock. Männer tragen generell oft auch so Kutten/kaftan mit spitzen Kapuzen. Sieht lustig bis eigenartig aus.  Wir waren die einzigen  Turis hier am Markt. Spannend. 

Die Gruppe ist soweit prima und lustig.  Bisher keine Ausfälle oder Auffälligkeiten.  :-)  3 Paare,  ein X Schwestern und 12 Alleinreisende.  Auch der Reiseleiter macht seine Sache bisher sehr gut. 

17. März 2017

16. März 2017

Casablanca Rabat

Hello aus Rabat,  der Hauptstadt Marokkos. 
So die ersten Grüße kommen aus Rabat.  Nach einem Blitzstart in Casablanca,  der hiess ankommen,  in ein anderes Hotel als vorhergesehen absteigen,  morgens noch schnell zur Moschee Hassan II (Vorgänger und Vater des jetzigen Königs Mohammed VI) und ab nach Rabat.  Viel mehr hat Casablanca auch nicht zu bieten.
Zur Moschee muss jedoch noch gesagt werden,  dass sie mit 210 m das höchste Minarett an Moscheen bietet und die drittgrößte Moschee weltweit ist. Das Dach der Moschee kann wie ein Schiebedach geöffnet werden.  Lt guide eine Cabrio Moschee :-)  In der würde  der Petersdom locker reinpassen.  Nach einer unfreiwilligen Stadtrundfahrt ob der nicht vorhandenen Ortskenntnis des Busfahrers ging es weiter.  Nach 2h und   einigen Hüpfern im Bus wenn er über die Verkehrsstopper rumpelte,  stoppten wir in Rabat am Königspalast,  den man jedoch nicht besuchen kann,  an einer römischen Siedlung und am Mausoleum von einem der Hassan Könige ...  Und dann war irgendwas mit dem Bus nicht in Ordnung, er hat paar mal satt aufgesetzt und hing plötzlich hinten sehr tief.  Wir sind gespannt was morgen passiert.  Kann er fahren oder brauchts einen neuen Bus. 
Sind dann noch durch die Mediena gelaufen,  kleine enge Marktgassen mit allem,  was das Herz begehrt. Nach einer leckeren Tajine mit Zitronenhühnchen sind wir jetzt alle platt. 

Die Gruppe ist recht groß mit 20 Leuten und ist durchaus bunt gemischt.  Sogar eine Finnin,  eine Schweizerin (meine Zimmermitbewohnerin)  und zwei Ösi-Schwestern.  Und wie es so ist,  finden sich die,  die gut miteinander auskommen recht schnell. 

Das Wetter ist noch recht frisch.  Bei Sonne dann aber warm.  Grad war ein starkes Gewitter.  Hoffen wir auf Sonne und gutes Wetter die nächsten Tage.
Am Freitag geht's nach Chefchouen,  die blaue Stadt im Norden.  Da freue Ich mich schon sehr drauf. 

12. März 2017

9. März 2017

Nächste Woche geht's auf zu neuen Kontinenten

Tatsächlich geht es mal wieder auf Reisen.  Diesmal steht Marokko am Plan. Afrika, ein Kontinent, den ich bisher  nicht bereist habe, wobei Marroko ja eher orientalisch ist. Jedenfalls eine Rundreise von Casablanca über den Atlas in die Wüste bis nach Marrakesch.  Ich freue mich schon sehr.  Es ist dort derzeit wärmer als erwartet.  Und ich bin sehr gespannt auf die Gruppe.  Alleine in Marokko ohne französisch Kenntnisse war mir doch nicht so das Wahre als Blondie.. Der Reiseplan ist bei Djoser, der Reiseagentur, zu finden. 

18. April 2016

Kuba - Bilder

Hurra hurra, die Bilder sind da..
www.diebergziege.de/Kuba

langsam wieder eingewöhnt, der Jetlag hat ungewöhnlich lang gebraucht aber in Richtung Osten fliegen ist immer schlimmer, besonders wenn einen dann der Alltag wieder einholt.

habe mir gleich eine Möglichkeit gesucht, weiter spanisch zu sprechen und zwar gibt es hier einen Stammtisch, gar nicht weit weg von mir, wo sich Leute einmal die Woche treffen, um Spanisch zu reden. Gleich probiert und ich werde öfters gehen.. war ein sympathischer Abend. muy bien.

Danke fürs mitreisen und bis bald mal wieder persönlich