Nun liegen 3 eindrucksvolle Tage hinter uns, wir sind fast berauscht von den vielen Eindrücken.
Vor der Wüste sind wir noch zu einem riesigen Wochenmarkt gefahren. Doch auch wieder sehr beeindruckend, inklusive schaf und ziegenmarkt. Der eselmarkt war etwas traurig, wie die da rum standen. Wenn eh klar ist, dass wir da nix kaufen zb beim Fleischer ist es auch nett mit den Leuten in Kontakt zu kommen. Die Marokkaner sind wirklich sehr freundlich. Selbst wenn sie was verkaufen wollen ist es manchmal anstrengend, manchmal auch lustig.
Aber egal wo der Bus hält tauchen aus dem Nichts auf einmal Souvenirverkäufer auf, erstaunlich.
Ein zu erstehendes Souvenirs hier in der Gegend sind Fossilien. Unglaublich, überall im Fels waren richtig deutlich erkennbare Schnecken und Würmer zu sehen. Und besonders faszinierend und hübsch sind die sogenannten Sandrosen. Verfestigte abstrakte Formen aus Sand.
Ja jedenfalls vorgestern ging es nachmittags mit Jeeps in die Wüste zu einem Camp nach Erg Chebbi. Im Verhältnis nur ein kleiner Wüstenklecks mit 10x30km aber dafür stattliche Dünenerhebungen, richtige Berge und in der Nachmittagssonne tolle Lichtspiele. Da diese Landschaft so fremd ist für uns, waren Ich doch sehr hingerissen. Das Camp war voll Luxus mit Zweier-Zelten und richtigen Betten. Kaum angekommen gings mit Kamelen und einigen Berberguides los in die Dünen. Echtes Highlight zum Sonnenuntergang. Das war echt so schön.
Nachts kam ungewöhnlich plötzlich ein sehr starker Sandsturm auf, da weiß man warum speziell die Berber auch komplett vermummt sind. Der Sand ist überall eingedrungen, es knirschte zwischen den Zähnen. Alle Decken hat es verweht und das Zelt flatterte auch recht laut. Auch am nächsten Tag haben wir diese Sandsturmwolke noch deutlich gesehen und teils gespürt.
Aber mit ohropax gings nachts gut. Und dann hab ich am nächsten Morgen glatt von einem der Berber einen Antrag dazubleiben bekommen :-)
Ich sei seine Fatima. Klar.
So generell gesehen sind es schon fesche Feger die Berberburschen mit ihren Turbanen :-) leider meist voll schlechte Zähne und bissl klein.
Weiter ging es in die Todra Schlucht, mit sehr hohen Felsen und einen kleinen Durchlass als Strasse und nun sind wir im Dades tal . Sehr beeindruckende weil ebenso fremdartige Landschaft so das wir ständig anhielten um Fotos zu machen, an jeder Ecke kamen wieder neue tolle Felsformationen zum Vorschein. So haben wir heute eine schöne Wanderung gemacht und waren hier auf knapp 2000m Höhe. Somit durchaus sehr frisch. Ob der eine tagsüber gut, abends und im Schatten ziemlich kalt.
Der Versuch mein Kameraproblem zu lösen, ist leider weiterhin gescheitert. Kein Ladegerät gefunden, der universal charger geht mit dem Akku nicht und das wilde Experiment mit dem falsch eingepackten Gerät hat auch nicht gefruchtet. Einer aus der Gruppe hat sich voll reingekniet, kabel zu finden und von Pol zu pol zu verlängern. Die Konstruktion sah gefährlich aus. Ging letztendlich jedoch nicht. Schade.
Dafür dürfte es morgen an einen der wärmsten und südlichsten Punkte gehen, nach Zagora.
So nun gibt's bald essen. Zu Essen haben wir hier neue Varianten der Tajine entdeckt. Das Frühstück ist leider weiterhin nicht meins. Ein Stück Schmelzkäse ist schon mein morgendliches Highlight .
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen